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Klaus-Peter Müller | Prof. Dr. Manfred Weber Vita Müller
WebTV: Videos vom Bankentag
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Anstoß für Reformen

Im Fußball-WM-Jahr 2006 wird das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft mit Spannung erwartet. Um international bestehen zu können, muss an Strategie und Aufstellung noch gearbeitet werden. Für die Volkswirtschaft gilt das gleichermaßen. Deutschland hat zwar das Potenzial, ganz vorne mitzuspielen, liegt aber mit den Wachstumsraten seit Jahren zurück. Bei den großen Reformprojekten, die für eine grundlegende Trendumkehr entscheidend sind, warten wir noch auf den Anstoß.

Die Ziele sind bekannt: mehr Wachstum und Beschäftigung, weniger

Staatsverschuldung und mehr Eigenverantwortung der Bürger in den sozialen Sicherungssystemen. Wie im Fußball das nächste Spiel scheint manchmal auch in der Politik die nächste Reform die schwerste zu sein. Doch es gilt jetzt, keine Zeit zu verlieren, um den konjunkturellen Rückenwind für einen offensiven Antritt bei den Reformen zu nutzen.

„Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind die, die bei sich selbst anfangen.“ Ganz nach diesem Motto von George Bernard Shaw haben sich die privaten Banken in den letzten Jahren dem Wandel gestellt. Und dies mit Erfolg. So haben die Institute – auch auf internationalem Feld – wieder mehr Selbstbewusstsein gewonnen. Nach der erfolgten Kostensenkung müssen nun die Erträge wieder stärker wachsen. Doch in der deutschen Kreditwirtschaft konzentrieren sich zu viele Spieler nur auf die Abwehr. Eine offensive Aufstellung und Modernisierung wird so in weiten Teilen der Branche verhindert. Wichtige Bankenmarktreformen stehen immer noch aus.

Ist Deutschland bereit, in der Finanz-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik grundlegende Veränderungen vorzunehmen? Was können wir von der Strategie anderer Länder lernen? Welche Gestaltungsspielräume haben wir? Über diese Fragen wollen wir auf dem XVIII. Deutschen Bankentag mit hochrangigen Experten diskutieren.