Viele Deutsche sehen die Globalisierung fälschlicherweise immer noch vornehmlich als Gefahr und Belastung. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken. Rund 34 Prozent der Befragten glauben, die Globalisierung bringe eher Nachteile für Deutschland. Immerhin 4 von 10 Deutschen gehen davon aus, dass die Globalisierung gleichermaßen mit Vor- und Nachteilen verbunden sei. „Für den Exportweltmeister ist diese Skepsis gegenüber der internationalen Verflechtung erstaunlich groß; hier tut Aufklärung not“, bewertet Manfred Weber, geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes die Umfrageergebnisse. „Eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber dem Globalisierungsprozess, ein Blick auf die hiermit verbundenen Chancen könnte helfen, wirtschaftliche Probleme in Deutschland leichter zu lösen“, so Weber. Nur 17 Prozent der Bundesbürger zählen Deutschland bislang zu den Gewinnern der Globalisierung.
Welche Handlungszwänge, aber auch welche Möglichkeiten bringt der internationale Wettbewerb vor? Wie muss Politik im Zeitalter der Globalisierung angelegt werden, und wie soll es vor diesem Hintergrund mit dem deutschen Reformkurs weitergehen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des XVIII. Deutschen Bankentages am 24. und 25. April in Berlin. Neben Klaus-Peter Müller, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken und Vorstandssprecher der Commerzbank AG, werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sowie Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei und europäischer Demokraten im Europäischen Parlament, als Redner erwartet.
An der Podiumsdiskussion zur Globalisierung werden Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutsche Bank AG, Hubertus Heil, Generalsekretär der SPD, Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hans-Peter Keitel, Vorstandsvorsitzender der HOCHTIEF AG und Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie sowie Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank, teilnehmen.
Der Bankentag wird am 24. und 25. April live im Web-TV auf der Internetseite http://www.bankentag.de übertragen. Dort sind auch weitere Informationen zum Programm und zu den Themen zu finden. Aufgrund der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen können ausschließlich namentlich akkreditierte Journalisten an der Veranstaltung teilnehmen.